Manuel W. Decker, 
geboren 1957 im Schwarzwald, lebt und arbeitet
seit dem Jahre 2000 als bildender Künstler in Lauda-Königshofen, Wannweil, Kiel,
München und Frasdorf am Chiemsee.
Sein künstlerisches Schaffen steht unter dem
Motto:
Lebendiges Holz zum Leben erwecken
Als überzeugter Autodidakt hat sich der Holzverzauberer
auf keine spezielle Holzart, Bearbeitungsmethode und auf keinen
definierten Kunst-Stil festgelegt. Es finden alle ins Auge fallenden
Hölzer seine Beachtung und Aufmerksamkeit. Die erste Begegnung
mit dem Ausgangsmaterial für seine Kunst ist in der Regel geprägt
vom Zustandekommen einer gegenseitigen Interaktion, einer deutlich
spürbaren Fügung mit ihrem in sich verborgenen Geheimnis.
Manuel W. Decker lässt ein Holz zuerst für
einen Augenblick auf sich wirken und wenn es ihm sagt: Nimm
mich mit !, wird es ins Atelier gebracht, wo es meist eine
Weile in einer Ecke steht. Wenn dann der richtige Zeitpunkt gekommen
ist, wird aus einer Intuition heraus etwas Kunst-Volles
kreiert.
Das Augenmerk des Holzverzauberers liegt dabei
in erster Linie auf markanten Maserungen, Färbungen, Ast- und
Wurzelgebilden, Rissen, Knorpeln, Rinden, verlassenen Wurmlöchern
oder anderen Auffälligkeiten, die bezeugen, dass in und am
Holz und in seiner Umgebung generierende oder auch zerstörerische
Energien gewirkt haben.
Spuren vom Entstehen, Wachsen, Leben und Vergehen
werden gezielt einbezogen in den Schaffensprozess, in die Metamorphose
hin zur neuen Existenz als Kunstwerk. Die sich so manifestierende
Form wird zum Ausdruck seines Erkennens der Welt und ihres göttlichen
Schöpfungsplanes.
Bei den in der virtuellen Galerie präsentierten
Objekten und Skulpturen kommt das Bestreben von Manuel W. Decker
deutlich zum Ausdruck, den im Geist existierenden Schöpfungsgedanken,
seinen geistigen Inhalt ins Materielle zu verwandeln. Kurz gesagt:
Das Sinn-Bild als Vorexistenz des Kunstwerks wird in
sein Ab-Bild, in eine sichtbare Gestalt transformiert.
Weil das Sinn-Bild im Ergebnis immer
hinter seinem Ab-Bild verschwindet, ist dieser Prozeß
für den Holzverzauberer geprägt von der Spannung und dem
Gedanken, ob und wie der mit seiner Kunst konfrontierte Betrachter
später im Umkehrprozess aus der materiellen Erscheinung in
eine geistige Form zurückgestaltet, ohne Erwartung darauf,
dass jene mit der des Künstlers übereinstimmen müsste
!
Mit der Wahl von zweideutig-ironisch oder gar sarkastisch
klingenden Titeln für seine Kunstwerke behält er diese
Spannung und die Provokation des Betrachters bei.
Philosophisch gesehen verwirklicht er damit den
Gedanken, dass die Kunst gerade nicht von Können kommt, sondern
von Erkennen, aus diesem Grunde nicht gefallen muss und keinen Anspruch
auf Wahrheit stellt.
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